Erste Hilfe kann Leben retten. Viele Menschen trauen sich das aber nicht zu. Erfahren Sie, wie Sie im Notfall richtig reagieren.
Im Notfall entscheiden oft wenige Minuten. Diese Maßnahmen helfen, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sinnvoll zu überbrücken.
Ein Sturz, starke Brustschmerzen, eine tiefe Schnittverletzung oder eine Person, die plötzlich nicht mehr reagiert: Notfälle entstehen meist ohne Vorwarnung. Viele Menschen zögern dann aus Angst, etwas falsch zu machen. Dabei können einfache, sichere Erste-Hilfe-Maßnahmen entscheidend sein. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung, überbrücken aber die ersten Minuten bis professionelle Hilfe eintrifft. Dieser Beitrag gibt wichtige Erste-Hilfe-Tipps, z. B. wann Sie den Notruf 112 wählen sollten, wie Sie Bewusstsein und Atmung prüfen und was bei Herz-Kreislauf-Stillstand, starken Blutungen, Verschlucken, Verbrennungen, Schlaganfall oder einer möglichen Vergiftung zu tun ist.
Gut vorbereitet – Ihre Apotheke berät Sie
Pflaster, sterile Kompressen, Verbandpäckchen, Einmalhandschuhe oder Kühlkompressen: Eine gut ausgestattete Haus-, Reise- oder Autoapotheke erleichtert die Erste Hilfe. In Ihrer Apotheke beraten wir Sie gern zur passenden Ausstattung, zur richtigen Anwendung von Verbandmaterial und zur Versorgung kleinerer Verletzungen. Damit Sie für den Ernstfall vorbereitet sind.
Der sichere Ablauf im Notfall
In einer Notfallsituation geraten viele Menschen zunächst unter Stress. Hilfreich ist deshalb ein einfaches Schema: zuerst auf die eigene Sicherheit achten, dann prüfen, ob die betroffene Person reagiert, Hilfe organisieren und die notwendigen Maßnahmen beginnen.
Gefährden Sie sich dabei nicht selbst – beispielsweise durch Straßenverkehr, Feuer, Strom, Rauch oder Chemikalien. Sprechen Sie die Person laut an und berühren Sie sie vorsichtig an der Schulter. Reagiert sie nicht, holen Sie weitere Personen hinzu und alarmieren Sie den Rettungsdienst. Nutzen Sie am Smartphone möglichst die Lautsprecherfunktion. Die Leitstelle kann Sie anschließend Schritt für Schritt anleiten.
Für lebensbedrohliche Situationen ist die 112 die richtige Nummer. Dazu gehören beispielsweise Bewusstlosigkeit, schwere Atemnot, starke Brustschmerzen, nicht stillbare Blutungen, schwere Verletzungen, Vergiftungen, starke Verbrennungen oder anhaltende Krampfanfälle. Die 116117 ist dagegen für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der regulären Praxiszeiten vorgesehen.
Wenn möglich, bitten Sie auch eine andere Person um Hilfe: „Sie mit der roten Jacke: Rufen Sie bitte 112 und holen Sie, wenn vorhanden, einen Defibrillator.“ Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Aufgabe wirklich erledigt wird.
Bewusstlosigkeit: Die Atmung entscheidet
Eine nicht ansprechbare Person benötigt sofort Ihre Aufmerksamkeit. Öffnen Sie die Atemwege, indem Sie den Kopf vorsichtig nach hinten neigen und gleichzeitig das Kinn anheben. Prüfen Sie dann höchstens zehn Sekunden lang durch Sehen, Hören und Fühlen, ob eine normale Atmung vorhanden ist: Hebt und senkt sich der Brustkorb? Hören Sie Atemgeräusche? Spüren Sie Atemluft an Ihrer Wange?
Atmet die Person normal, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage. Diese Position hilft, die Atemwege freizuhalten; Erbrochenes oder Blut kann aus dem Mund abfließen. Der Kopf bleibt leicht überstreckt, der Mund sollte der tiefste Punkt sein. Decken Sie die Person gegen Auskühlung zu und kontrollieren Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wiederholt Atmung und Bewusstsein.
Ist keine normale Atmung feststellbar oder sind Sie unsicher, gehen Sie von einem Herz-Kreislauf-Stillstand aus. Schnappende, vereinzelte oder unregelmäßige Atemzüge gelten nicht als normale Atmung. Dann müssen Wiederbelebungsmaßnahmen sofort beginnen. (Quelle DRK)
Wiederbelebung: Prüfen – Rufen – Drücken
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums begann 2024 in Deutschland in 55,4 Prozent der erfassten Fälle bereits eine Laienreanimation. Das ist ein Fortschritt, doch noch immer erhält nahezu jede zweite betroffene Person nicht rechtzeitig Hilfe durch Umstehende. (Quelle: Bundesgesundheitsministerium)
Beginnen Sie bei fehlender normaler Atmung unverzüglich mit der Herzdruckmassage:
- Legen Sie den Ballen einer Hand auf die Mitte des Brustkorbs, die zweite Hand darüber.
- Strecken Sie Ihre Arme durch und positionieren Sie Ihre Schultern möglichst senkrecht über den Händen.
- Drücken Sie das Brustbein 5 bis 6 Zentimeter tief ein.
- Halten Sie eine Frequenz von 100 bis 120 Druckbewegungen pro Minute ein.
- Lassen Sie den Brustkorb nach jeder Kompression vollständig entlasten.
- Unterbrechen Sie die Herzdruckmassage nur, wenn es unbedingt notwendig ist.
Diese Werte entsprechen den aktuellen europäischen Reanimationsleitlinien für Erwachsene.
Wenn Sie in Beatmung geschult sind und sich sicher fühlen, wechseln Sie 30 Herzdruckmassagen mit zwei Atemspenden ab. Wenn Sie keine Beatmung durchführen möchten oder können, drücken Sie ohne Unterbrechung weiter. Entscheidend ist, dass überhaupt und möglichst früh gedrückt wird. Die Wiederbelebung wird fortgesetzt, bis die Person wieder normal atmet, der Rettungsdienst übernimmt oder Sie körperlich nicht mehr weitermachen können.
AED: Keine Angst vor dem Defibrillator
Ein automatisierter externer Defibrillator, kurz AED, ist häufig an Bahnhöfen, in Sportstätten, Einkaufszentren, Behörden oder größeren Unternehmen verfügbar. AED sind ausdrücklich auch für ungeschulte Helfende konzipiert.
Schalten Sie das Gerät ein und folgen Sie den Sprach- und Bildanweisungen. Kleben Sie die Elektroden wie abgebildet auf den unbekleideten Brustkorb. Das Gerät analysiert den Herzrhythmus selbstständig und empfiehlt nur dann einen Schock, wenn dieser medizinisch angezeigt ist. Während der Analyse und einer möglichen Schockabgabe darf niemand die betroffene Person berühren. Anschließend setzen Sie die Herzdruckmassage sofort fort.
Ein AED ersetzt die Herzdruckmassage nicht, kann sie aber sinnvoll ergänzen. Deshalb gilt: Gerät holen lassen, einschalten, Anweisungen befolgen und weiterdrücken.
Häufige Notfälle richtig einschätzen
Starke Blutung: Direkt und fest auf die Wunde drücken
Bei einer starken äußeren Blutung muss die Blutung zügig kontrolliert werden. Ziehen Sie, wenn verfügbar, Einmalhandschuhe an. Drücken Sie dann mit einer sterilen Kompresse, einem Verbandpäckchen oder notfalls einem möglichst sauberen Tuch kräftig und dauerhaft auf die Wunde. Das Deutsche Rote Kreuz weist darauf hin, dass sich fast jede Blutung durch ausreichend starken Druck von außen auf die Blutungsquelle stoppen oder deutlich verringern lässt.
Wenn die Wunde dafür geeignet ist, kann ein Druckverband angelegt werden. Blutet es durch die erste Auflage hindurch, nehmen Sie diese nicht ab, sondern legen Sie zusätzliches Material darauf und üben Sie weiter Druck aus. Bei starker, pulsierender, nicht kontrollierbarer Blutung oder deutlichen Zeichen eines Kreislaufproblems rufen Sie sofort 112.
Steckt ein größerer Fremdkörper in der Wunde, etwa eine Scherbe, ein Metallteil oder ein Messer, ziehen Sie ihn nicht heraus. Das könnte die Blutung verstärken. Polstern Sie den Bereich vorsichtig ab, stabilisieren Sie den Gegenstand möglichst und warten Sie auf den Rettungsdienst. Auch kleinere Fremdkörper sollten bei der Ersten Hilfe grundsätzlich nicht selbst aus einer Wunde entfernt werden.(Quelle: DRK)
Verschlucken: Husten lassen oder gezielt handeln
Hat sich jemand verschluckt, prüfen Sie zunächst, ob die Person noch sprechen, kräftig husten und normal atmen kann. Ist das möglich, sollte sie weiter husten. Greifen Sie nicht blind mit den Fingern in den Mund, denn dadurch kann ein Fremdkörper tiefer in die Atemwege rutschen.
Kann die Person dagegen nicht wirksam husten, nicht sprechen oder kaum atmen, handelt es sich um einen Notfall. Beugen Sie den Oberkörper der betroffenen Person deutlich nach vorn und geben Sie bis zu fünf kräftige Schläge zwischen die Schulterblätter. Prüfen Sie nach jedem Schlag, ob sich der Fremdkörper gelöst hat.
Bleibt die Atemwegsverlegung bestehen, folgen bei Erwachsenen bis zu fünf Oberbauchkompressionen. Stellen Sie sich hinter die Person, legen Sie eine Faust zwischen Nabel und Brustbeinende auf den Oberbauch, umfassen Sie die Faust mit der anderen Hand und ziehen Sie kräftig nach hinten oben. Wechseln Sie jeweils bis zu fünf Rückenschläge mit bis zu fünf Oberbauchkompressionen ab, bis der Fremdkörper entfernt ist oder professionelle Hilfe eintrifft. (Quelle Publikationen.dguv)
Wird die Person bewusstlos, legen Sie sie vorsichtig auf den Boden, alarmieren Sie 112 und beginnen Sie bei fehlender normaler Atmung unverzüglich mit der Wiederbelebung. Für Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere gelten besondere Techniken. Eltern, Großeltern und Betreuungspersonen profitieren deshalb besonders von einem Erste-Hilfe-am-Kind-Kurs.
Verbrennungen und Verbrühungen: Kühlen, aber Unterkühlung vermeiden
Bei kleinflächigen Verbrennungen oder Verbrühungen kann vorsichtiges Kühlen Schmerzen lindern. Das Deutsche Rote Kreuz empfiehlt, die betroffene Stelle rasch mit kühlem oder kaltem, aber nicht eiskaltem Wasser zu kühlen und anschließend locker steril abzudecken.(Quelle: DRK)
In der Praxis ist entscheidend: Kühlen Sie nur die verletzte Körperstelle und achten Sie darauf, dass die betroffene Person insgesamt warm bleibt. Bei großflächigen Verbrennungen, bei Säuglingen und kleinen Kindern besteht durch eine ausgedehnte Kühlung das Risiko einer Unterkühlung. In solchen Fällen sollten Sie die verletzte Person vor Wärmeverlust schützen, keine Hausmittel auftragen und 112 wählen.
Eiswürfel, Kühlakkus, Butter, Öl, Mehl, Zahnpasta, Salben oder Puder gehören nicht auf eine frische Brandwunde. Sie können zusätzlich schädigen, die ärztliche Beurteilung erschweren oder Keime einbringen. Brandblasen sollten nicht geöffnet werden. Kleidung, die mit der Haut verklebt ist, darf nicht entfernt werden.
Alarmieren Sie bei größeren oder tiefen Verbrennungen, Verbrennungen im Gesicht, an Händen, Füßen oder Genitalien, bei elektrischen Verletzungen, bei Atemproblemen nach Rauchinhalation sowie bei starken Schmerzen oder Schockzeichen sofort den Rettungsdienst.
Herzinfarkt und Schlaganfall: Keine Zeit verlieren
Starke Schmerzen, Druck oder Enge im Brustkorb, Atemnot, kalter Schweiß, Übelkeit, ungewöhnliche Schwäche oder Schmerzen mit Ausstrahlung in Arm, Schulter, Rücken, Oberbauch oder Kiefer können Hinweise auf einen Herzinfarkt sein. Rufen Sie sofort 112. Betroffene sollten sich möglichst ruhig hinsetzen oder lagern, nicht allein bleiben und keinesfalls selbst mit dem Auto in eine Klinik fahren.
Bei Verdacht auf Schlaganfall hilft der FAST-Test:
| FAST-Schritt | Was Sie prüfen | Möglicher Warnhinweis |
| Face | Bitten Sie die Person zu lächeln | Ein Mundwinkel hängt herab |
| Arms | Beide Arme nach vorn strecken lassen | Ein Arm sinkt ab oder dreht sich |
| Speech | Einen einfachen Satz nachsprechen lassen | Sprache ist verwaschen oder unverständlich |
| Time | Keine Zeit verlieren | Sofort 112 wählen |
Tritt auch nur eines dieser Anzeichen plötzlich auf, ist ein Schlaganfall möglich. Wählen Sie unverzüglich 112. Geben Sie der betroffenen Person nichts zu essen, zu trinken oder einzunehmen, auch keine bereits vorhandenen Medikamente: Eine Schluckstörung kann unbemerkt bestehen und zu Verschlucken führen. (Quelle: schlaganfall-hilfe)
Verdacht auf Vergiftung: Keine Hausmittel ausprobieren
Bei einer möglichen Vergiftung ist die aufgenommene Substanz entscheidend. Bewahren Sie Verpackungen, Medikamentenschachteln, Pflanzenreste oder Produktnamen auf. Diese Informationen helfen dem Giftinformationszentrum, der Praxis oder dem Rettungsdienst bei der Einschätzung.
Lösen Sie kein Erbrechen aus. Auch Salzwasser, Milch oder andere Hausmittel sind keine geeignete Standardmaßnahme und können schaden. Bei Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen, Atemnot, schweren Beschwerden oder einer unklaren Menge einer potenziell gefährlichen Substanz gilt: sofort 112. Bei wachen Personen ohne schwere Symptome kann ein Giftinformationszentrum oder medizinisches Fachpersonal die nächsten Schritte einzelfallbezogen erläutern.
Vorbereitung schafft Sicherheit
Erste Hilfe lässt sich nicht allein durch Lesen sicher beherrschen. Praktisches Üben gibt Sicherheit, reduziert Hemmungen und hilft, im Notfall schneller zu handeln. Sinnvoll ist es deshalb, Kenntnisse regelmäßig in einem Erste-Hilfe-Kurs aufzufrischen.
Kontrollieren Sie außerdem Hausapotheke, Reiseapotheke und den Verbandskasten regelmäßig. Ersetzen Sie abgelaufene sterile Produkte, beschädigte Verpackungen und verbrauchte Materialien. Eine einfache Notfallliste mit wichtigen Telefonnummern, bekannten Allergien, regelmäßig eingenommenen Arzneimitteln und relevanten Diagnosen kann insbesondere für ältere Menschen oder Familien mit Kindern hilfreich sein.
Erste Hilfe kurz & knapp
Helfen ist besser als zögern. Erste Hilfe bedeutet nicht, eine Diagnose zu stellen oder ärztliche Behandlung zu ersetzen. Es geht darum, die ersten entscheidenden Minuten zu überbrücken und die betroffene Person nicht allein zu lassen. Der wichtigste Grundsatz lautet: Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit, prüfen Sie Bewusstsein und Atmung und alarmieren Sie bei ernsten Symptomen unverzüglich den Rettungsdienst unter 112.
Atmet eine bewusstlose Person normal, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage und überwachen Sie die Atmung. Fehlt die normale Atmung oder bestehen Zweifel, beginnen Sie sofort mit der Herzdruckmassage. Bei starken Blutungen üben Sie direkten Druck auf die Wunde aus. Bei einem möglichen Schlaganfall oder Herzinfarkt heißt es ebenfalls: nicht abwarten, sondern 112 wählen.
Niemand muss im Notfall perfekt handeln. Wer den Notruf absetzt, die Anweisungen der Leitstelle befolgt, eine bewusstlose Person richtig lagert oder beherzt mit der Herzdruckmassage beginnt, kann bereits entscheidend helfen. Ihre staggenborg - apotheke am Koppeldamm unterstützt Sie gern bei der sinnvollen Ausstattung für Hausapotheke, Reiseapotheke oder den Verbandskasten im Auto sowie bei Fragen zur Versorgung kleiner Verletzungen. Bei akuten Notfällen immer: 112 wählen.
FAQ: Häufige Fragen zur Ersten Hilfe
Muss ich in Deutschland Erste Hilfe leisten?
Ja, grundsätzlich besteht eine Pflicht zur Hilfeleistung, soweit die Hilfe erforderlich und zumutbar ist. Niemand muss sich dabei selbst erheblich gefährden oder medizinische Maßnahmen durchführen, die er nicht beherrscht. Bereits den Notruf 112 abzusetzen, andere Personen zu aktivieren oder die Unfallstelle abzusichern, kann wichtige Hilfe sein.
Was sage ich beim Notruf 112?
Nennen Sie möglichst klar den Ort des Notfalls, was passiert ist, wie viele Personen betroffen sind, welche Verletzungen oder Beschwerden erkennbar sind und warten Sie auf Rückfragen der Leitstelle. Legen Sie nicht eigenmächtig auf. Wenn möglich, lassen Sie das Telefon auf Lautsprecher eingeschaltet.
Darf ich bei einer Wunde Desinfektionsmittel oder Salbe anwenden?
Bei einer frischen, größeren oder stark verschmutzten Wunde steht zunächst das sterile Abdecken und bei Blutung der direkte Druck im Vordergrund. Sprays, Salben, Puder oder andere Mittel gehören nicht unüberlegt in eine offene Wunde. Das DRK nennt unter anderem das Auswaschen, Berühren und die Anwendung von Salben oder Sprays als Maßnahmen, die bei der Ersten Hilfe an Wunden grundsätzlich unterbleiben sollen.
Was gilt bei bewusstlosen Motorradfahrern mit Helm?
Atmung und Atemwege haben Vorrang. Bei Bewusstlosigkeit muss der Helm abgenommen werden, damit Sie die Atmung prüfen und gegebenenfalls die stabile Seitenlage oder Wiederbelebung durchführen können. Idealerweise helfen zwei Personen: Eine stabilisiert Kopf und Hals, die andere zieht den Helm vorsichtig ab. Lassen Sie sich dadurch jedoch nicht vom Notruf und von lebensrettenden Maßnahmen abhalten.
Wie oft sollte ich einen Erste-Hilfe-Kurs auffrischen?
Für Privatpersonen gibt es in der Regel keine allgemeine Pflicht zu festen Auffrischungsintervallen. Praktisch sinnvoll ist eine Wiederholung etwa alle zwei Jahre, weil sich Empfehlungen ändern können und Handgriffe ohne Übung schnell vergessen werden. Besonders Eltern, Angehörige pflegebedürftiger Menschen, Sportvereine und Personen mit viel Kundenkontakt profitieren von regelmäßigem Training.
Auch wichtige Infos gehören in die Hausapotheke
Legen Sie in Ihrer Hausapotheke nicht nur Verbandmaterial bereit, sondern auch eine gut sichtbare Karte mit der 112, wichtigen Vorerkrankungen, Allergien und regelmäßig eingenommenen Arzneimitteln der im Haushalt lebenden Personen. Das kann dem Rettungsdienst wertvolle Zeit sparen.
Verfasst und geprüft von der APOVENA Fachredaktion in Zusammenarbeit mit der staggenborg - apotheke am Koppeldamm in Elmshorn . Stand 11/2026. Dieser Artikel ersetzt keine Beratung in einer Arztpraxis oder Apotheke.
Für eine persönliche Beratung kommen Sie einfach bei uns in der staggenborg - apotheke am Koppeldamm in Elmshorn vorbei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und helfen Ihnen gerne weiter.
Jan Henning Staggenborg,